Abschmelzung am höchsten Gipfel Afrikas

Kilimandscharo
Kilimandscharo

Wie Schnee in der Sonne

 

Im tropischen Afrika wird es bald keine Gletscher mehr geben. Forscher haben auch am ostafrikanischen Ruwenzori-Massiv ein deutliches Abschmelzen festgestellt, nachdem bereits für den Kilimandscharo und den Mount Kenia ein Rückgang der gesamten Eismasse erwartet wird.

Vor hundert Jahren bedeckten noch etwa 6,5 Quadratkilometer Eis den Ruwenzori, das dritthöchste Bergmassiv Afrikas an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo. Heute ist davon nur noch ein halber Quadratkilometer übrig, fanden britische und ugandische Wissenschaftler anhand von Satellitenbildern heraus. Hält dieser Eisrückgang weiter an, gibt es in zwanzig Jahren im tropischen Afrika keine Gletscher mehr, so die Berechnung der Forscher. Grund für die Gletscherschmelze sind Treibhausgase, die eine globale Erwärmung zur Folge haben. Am Ruwenzori stellten die Wissenschaftler eine eindeutige Zunahme der durchschnittlichen Lufttemperatur fest. Seit 1960 hat sie sich um über zwei Grad Celsius erhöht. Die Forscher gehen nicht davon aus, dass sich die Gletscher wieder regenerieren werden.

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