Alpenüberquerung Etappe 3 - Memminger Hütte zum Württemberger Haus

 

Tourenverlauf der Etappe 3

 

Nach einer sehr kurzen Nacht (die ersten Alpenüberquerer meinten ja, sie müssten um 05:30 Uhr schon losmarschieren) ließen wir denen, die es doch so eilig hatten, im Waschraum und am Frühstücksbuffet den Vortritt. Um 09:00 Uhr machten wir uns dann aber auch auf den Weg. Schon von der Memminger Hütte aus konnte man die Seescharte sehr gut erkennen. Vorbei ging es erst einmal am Ufer des Unteren Seewiesees. Beim Blick zurück spiegelte sich die Freispitze im Wasser. Beim Aufstieg zur Seescharte kann man auch im Hochsommer immer noch auf Altschneefelder treffen. Auch bei Nässe ist an manchen Stellen Vorsicht geboten. Auf dem höchsten Punkt (2705 m) verbindet der wild gezackte Grat Seeschartenkopf und Seeschartenspitze die eigentliche Seescharte miteinander. In dessen Einschnitt eröffnet sie uns den Übergang ins Inntal. 

Von hier aus kann man zum letzten Mal auf Hochvogel, Mädelegabel und Trettach zurückblicken. Weil wenig Platz zum Rasten vorhanden war, liefen wir gleich den steil abfallenden Geröllhang hinunter bis zur Abzweigung Richtung Großbergkopf (2612 m). Zum Glück hatte ich hier mein GPS dabei, sonst hätten wir die Abzweigung, aufgrund schlechter Beschilderung, übersehen. Auf diesem sehr schönen Pfad ging es weiter zur Großbergspitze (2657 m). Über einen kleinen Klettersteig erreichten wir knapp drei Stunden nach dem Abzweig vom E5 das Württemberger Haus.

Das überaus sehr nette Personal verköstigte uns am Abend mit sehr gutem Essen und einem wohlschmeckenden Rotwein. Somit konnten wir in unserem Zweibettzimmer, selbst bei nächtlichen Minusgrade (und das im Sommer) sehr gut schlafen. 

 

Bilder von der Etappe 3 - Memminger Hütte zum Württemberger Haus