Walk&Fly am Hochgrat

Wenn auch das Projekt "Walk&Fly" im Lechtal nicht ganz den Vorstellungen entsprach, so versuchte ich am 12.01.2014 mein Glück an einem etwas leichteren Berg in den Allgäuer Alpen. 953 Höhenmeter waren zu überwinden, um an den Südstartplatz vom Hochgrat zu gelangen. Würde man die Bahn benutzen, so könnte man den Anstieg auf 150 Höhenmeter reduzieren. Doch das entspricht nicht meiner Herausforderung.


Während vieler meiner Vereinskollegen in den Bregenzerwald fuhren und ihr fliegerisches Glück am Diedamskopf oder in Bezau auf der Niederen versuchten, suchte ich die Herausforderung an einem schon fast vergessenen Berg. Dieser liegt nur 1 Stunde und 15 Minuten Fahrzeit von meinem Heimatort entfernt und befindet sich in den Allgäuer Alpen. Mit seinen 1833 Meter ist der Hochgrat die höchste Erhebung der Nagelfluhkette.

Somit waren an diesem Tag 953 Höhenmeter zu bewältigen, bevor ich meine Flügel ausbreiten und hinab ins Tal gleiten konnte.

 

Nach einem ca. zweistündigem Aufstieg machte ich einen kurzen Zwischenstopp an der Bergstation der Hochgratbahn auf 1680 Meter. Stärkte mich mit einer sehr guten Fleischbrühe und beobachtete die sich ins Tal hinabstürzenden Speedflyer.

 

Nach ein paar netten Gesprächen schulterte ich meinen Gleitschirm, und erklomm den Startplatz nach weiteren 150 Höhenmetern. Dort angekommen breitete ich meine Flügel aus und war sogleich schon in der Luft. In Worten dieses Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit zu beschreiben fällt mir sehr schwer. Man muss es einfach selbst erlebt haben.