Gratwanderung über die Nagelfluhkette

Schwierigkeit: schwer
Strecke: 14 km
Aufstieg: 1016 m
Abstieg: 1304 m
Dauer: 7:00 h
Niedrigster Punkt: 1399 m NN
Test  
Höchster Punkt:

1830 m NN

 

Schwer eingestuft ist diese Tour nur aufgrund der Dauer von ca. 7:00 Stunden. Eine gute Kondition wird bei dieser Tour vorausgesetzt.

 

Die Tour


Mit der Gondel Hochgratbahn, die eine Verbundkarte mit der Mittagbahn anbietet, geht es hinauf zur Bergstation. Bereits hier hat man einen einmaligen Rundblick auf die umliegenden Bergketten. Oft hat man einen Blick zum Bodensee bis weit ins oberschwäbische Land und vom Säntis bis zur Zugspitze.

Von dem Bergrestaurant folgen wir einem etwas steileren und steinigen Weg über den Rücken auf den Hochgrat. Jetzt geht es immer auf oder knapp neben dem lang gestreckten Ostgrat in die Brunnenau­scharte hinab. Auf leichtem Pfad ist der Westgipfel des Rindalphorns zu erreichen. Um zum Hauptgipfel zu gelangen, wandern wir weiter über eine Senke auf den Zwischenkopf und weiter über einen anspruchsvollen, steil ansteigenden Grat zum nahen Kreuz. Zum Abstieg geht es zunächst wieder zurück zur Wegkreutzung und in einer Gras- und Geröllgasse weit hinab in die Gründlesscharte.

Neben dem Graskamm steigen wir steil auf steinigem Pfad wieder hinauf zum obersten Grat und etwas nach links auf den Gründleskopf. Interessant ist der Übergang auf einer ausgeprägten, nur mäßig eingesenkten Schneide zum imposanten Buralpkopf. Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit dürfen hier nicht fehlen! Mit Hilfe eines Drahtseiles gelangen wir über den Ostgrat, der vor allem nach Norden steil abbricht, in eine tiefe Scharte. Nach einem weiteren Gegenanstieg stehen wir auf dem Sedererstuiben und wandern dann gemächlich hinüber auf den Stuiben. Der großartige Rundblick, der uns seit Beginn unserer Tour begleitet, entschädigt immer wieder für die besonderen Mühen dieser Tour.

Nun wandern wir weiter über einen deutlich bequemeren Weg und folgen der Beschilderung zum Steineberg. Noch einmal passieren wir eine anspruchsvolle Stelle, die wir mit Hilfe einiger Stahlseile überwinden. Die letzten Meter hinauf auf den Gipfel des Steinebergs wandern wir auf den Weidewiesen. Vom Ostgipfel des Steinebergs gehen wir leicht abfallend auf einem steinigen Weg weiter. Besonders beeindruckend sind hier die riesigen Nagelfluhfelsen. Entlang der Felswand erreichen wir eine etwa 15 m lange Leiter, die Geübten von hier einen steilen Aufstieg zum Gipfelkreuz ermöglicht. Dem Wegweiser weiter in Richtung „Mittag Gipfelstation“ folgend, passieren wir ein letztes Mal eine kurze Seilpassage. Ab hier führt ein gut präparierter Waldweg stetig hinab. An einer Weggabelung gehen wir geradeaus und überwinden den kleinen Anstieg hinauf zum Bärenkopf. Auf dem breiten Schotterweg wandern wir links in Richtung Mittagbahn Bergstation. Hier bietet sich erstmalig seit Beginn der Tour die Möglichkeit zur Einkehr. Die Mittagbahn bringt uns wieder hinab ins Tal. (Letzte Talfahrt ist um 17:00 Uhr)

Vom nicht weit entfernten Bahnhof Immenstadt gelangen wir mit der Bahn oder dem Bus zurück nach Oberstaufen. Wer die gesamte Tour unternimmt, sollte sein Auto am Bahnhof Oberstaufen parken und mit dem Bus zur Talstation Hochgrat fahren.

TIPP!

 

Da die Tour sehr lang ist und es während der gesamten Wegstrecke keine Einkehrmöglichkeit gibt, solltest Du reichlich Flüssigkeit dabei haben.

 Am besten ist es, das Auto in Oberstaufen zu parken und mit dem Bus oder Taxi zur Talstation der Hochgratbahn zu fahren. Von Immenstadt aus dann mit dem Zug oder Bus zurück nach Oberstaufen.

 


 Bilder von der Gratwanderung über die Nagelfluhkette


Gratwanderung über die Nagelfluhkette auf einer größeren Karte anzeigen