Hasenöhrl ( Hasenohr ) 3.257 m

Aufstieg über den Nordostgrat
Aufstieg über den Nordostgrat
Schwierigkeit: mittel-schwierig
Strecke: ---------------
Aufstieg: 1351 Hm
Abstieg: 1351 Hm
Dauer:  ca. 7 h 
Niedrigster Punkt: 1906m NN
   
Höchster Punkt:   3257 m NN


Von der Kuppelwieser Alm über den Nordostgrat - sehr lohnende Tour

 

Das Hasenöhrl ist der östlichste Dreitausender der Ortlergruppe und ist dank seiner frei stehenden Lage ein großartiger Aussichtsberg - sofern sich der Berg nicht in Wolken hüllt. Und das tut er oft. An seinen riesigen sonnenbeschienenen Hängen an der Ultner Seite heizt sich die Luft besonders effektiv auf, sodass sie in die Höhe steigt, bis die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Und schon hat man sie, die am Hasenöhrl so typische Quellwolken, die aus der Entfernung schön anzusehen sind, aber auch den schönsten Sommertag verdunkeln können, wenn man mittendrin steckt. Also: Am besten warten bis die Luft im Spätsommer oder Herbst trocken genug ist, um Wolkenbildung weitgehend ausschließen zu können.

 

Anforderungen: Gute Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gewisse Felsgewandtheit an Urgesteinsgraten (stellenweise Schwierigkeitsgrad I); insgesamt anspruchsvolle Bergtour, nur bei sicherem Wetter ab Juli.

Tourenverlauf:

 


Vom Parkplatz bei der Kuppelwieser Alm (1.906 m) starten wir auf dem Sträßchen, kürzen die Serpentinen aber auf dem Fußweg Nr. 11 ab. Die Abzweigung zum Tarscher Joch lassen wir rechts zurück. Erst dem Weg 11 A folgen wir nach rechts zum Latscher Joch (2.507 m).

Von den Resten des Aquädukts vom Tarscher Jochwaal folgen wir dem Weg nach link hinauf. Über raues Mattengelände geht es auf einen Rücken, der bald gratartig wird. Hier ist stellenweise leichte Kraxelei gefragt, wobei eine Passage auch etwas azsgesetzt ist (links Felsabbruch).

 

Von einem noch relativ grünen Vorberg (2.915 m), dessen höchster Punkt aber nicht direkt überschritten wird, geht es runter in eine oft schneegefüllte Mulde. Aus dieser halblinks heraus und die Abzweigung des Weges Nr. 14 ignorieren, gelangt man auf einen felsigen Vorgipfel (3.026 m - die Blaue Schneid).

Von nun an turnt man immer auf oder etwas unterhalb des Hasenöhrl-Nordostgrates zwischen dem Hasenohrferner rechts und dem Kuppelwieser Ferner links herum. Vom Grat ein Stück bergab, dann einige Meter steil nach rechts hinunter. An alten, nicht durchgängig stabil fixierten Seilen quert man etwas ausgesetzt um einen wuchtigen Felsklotz herum. Zurück auf dem Grat, steigt und klettert man mit nur noch geringen Abweichungen vom eigentlichen Kammverlauf dahin. Dabei wird der Schwierigkeitsgrad I nicht überschritten, so lange man sich an die Markierungen hält. Eine Gratsenke verlangt einen erneuten Zwischenabstieg. Nach einem letzten Gratstück geht man in einem Linksbogen über den obersten Ansatz des Kuppelwieser Ferners zum Gipfel (3.257 m).

 

Abstieg wie Aufstieg

 


Die als Abkürzung vielleicht verlockende, auf älteren Karten noch eingezeichnete Route über den Arzkar-Stausee ist verstürzt und existiert nicht mehr.

Routenverlauf
Routenverlauf