Über den Klettersteig (Ostgrat) hinauf zum Karhorn - 2416 m

Karhorn - 2416 m
Karhorn - 2416 m
Schwierigkeit: schwer
Strecke gesamt: ca. 10 km
Aufstieg:
916 m
Abstieg:
916 m
Dauer: ca. 7 h
Niedrigster Punkt: 1500 m NN
   
Höchster Punkt: 2.416 m NN

 

Für das Pfingstwochenende 2014 wurde von den Meteorologen sehr heißes Wetter vorhergesagt. Um dieser tropischen Hitze, die sich dann in den Tälern bildet, zu entgehen, entschieden wir uns, einen der höheren Berge, die den wunderschönen Bregenzer Wald umarmen, zu besteigen.

 

So machten wir uns am 07.06.2014 schon sehr früh am Morgen für den Gipfel des Karhorns bereit.

Um 08:45 Uhr, die Morgensonne im Nacken schon deutlich spürend, begann der zuerst leicht ansteigende und gemütliche Aufstieg, ab der Talstation "Steffisalpbahn" (1500 m), hinauf zur "Punsch-Hütte" (1824 m)

 

Von hier ging es auf einem schlecht markierten Pfad weiter hinauf bis zur Bergstation "Saloberjet" (2035 m). Ab hier mussten noch drei größere Schneefelder überquert werden, die aber keinerlei Schwierigkeiten bereiteten. Nach kurzer Zeit standen wir dann auf dem "Wartherhornsattel" (2190 m) wo man bereits mit herrlichem Blick zum Widderstein im Norden und hinunter nach Lech im Süden belohnt wurde.

 

An diesem aussichtsreichen Punkt legten wir unsere Klettersteigausrüstung an und stiegen in den mit B und C durchgehenden, leichten Klettersteig ein.


Dieser Abschnitt ist somit für alle Klettersteig-Anfänger und jene mit leichten Klettersteig-Erfahrungen optimal geeignet und wird den Ansprüchen auf jeden Fall gerecht.
Während des Aufstieges hat man stets einen wunderbaren Panoramablick auf die umliegenden Bergketten, aber erst vom Gipfel aus wird man wirklich für seine Mühen belohnt.

 

Ab dem Gipfel wird einem gleich bewusst: Hier stoßen Anfänger gleich einmal an ihre Grenzen. Im Schwierigkeitsgrad C bis D fordern die paar hundert Meter auch erfahrene Klettersteig-Begeher. Bei luftiger und ausgesetzter Gratkletterei ist Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt. Nichtsdestotrotz ist dieser Teil ein ultimatives Erlebnis und man sollte sich dies auf keinen Fall entgehen lassen!

 

Eine lange Felsplatte mit Seilsicherung bildet den Ausstieg des Westgrates. Ab hier führt ein Weg erst nach unten über den Südhang des Karhorns und wieder zurück Richtung Wartherhornsattel.